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Dechow belegt Platz drei beim Dorfwettbewerb

Alt Meteln und Lübow teilen sich Platz eins / Dorffest angekündigt

urkunde_dechow_web.jpgDas Dorf Dechow könnte bald landesweit in aller Munde sein. Grund: Der Ort belegte bei einem Kreis-Wettbewerb den dritten Rang und nimmt nun an dem Landesausscheid "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" teil.

Platz eins für Alt Meteln und Lübow. Platz drei für Dechow. Als Landrat Erhard Bräunig diese Entscheidungen am Montagabend in der Alten Schmiede von Damshagen vor 60 geladenen Gästen bekannt gab, glaubte Dechows Bürgermeister Udo Wachtel zu träumen. Zum ersten Mal hatte sich Dechow an dem Wettbewerb beteiligt, und dann von Null auf Platz drei. "Damit hatte ich nicht gerechnet. Es war eine komplette Überraschung. Dass es zu diesem Eregbnis gereicht hat, ist der Verdienst vieler: des Gemeinderates, der Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr, des Fördervereins und zahlreicher Helfer", freute sich Wachtel.

Jury-Mitglied Andreas von Boetticher sagte zur Begründung: "Das Dorf hat sich sehr gemausert. Gebäude, die noch vor wenigen Jahren vor sich hingerottet sind, wurden liebevoll saniert. Außerdem gab es beispielsweise beim Bewertungspunkt ,soziales/kulturelles Leben' die maximale Punktzahl 25."

Platz drei für Dechow bedeutet nicht nur die Teilnahme an dem Landeswettbewerb, sondern auch die Zahlung eines Preisgeldes in Höhe von 300 Euro. Dieses Geld soll nun für weitere Pflanzungen in dem Ort verwendet werden: am Dorfplatz, am Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus und am Platz vor dem Neubaublock.

An dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden..." hatten sich dieses Mal 33 Orte beteiligt. Rekord. Noch 1994 wollte niemand im Kreis an dem Wettbewerb teilnehmen. Drei Jahre später gab es immerhin sechs Teilnehmer und im Jahre 2000 bereits 31 Kandidaten.

Die achtköpfige Jury verwies aber nicht nur auf die Steigerung der Teilnehmerzahl. Klar wurde auch: Das Dorfleben wird immer aktiver. "Die ,Ossis' haben sich nach einer gewissen Lethargie nach der Wende besonnen. Es gibt Kultur und Sport aller Orten, die Feuerwehr immer vorneweg", sagte Jurymitglied Christine Schulz von der Interessengemeinschaft Bauernhaus.

Schulz, selbst Dechowerin, soll sich bei der Bewertung von Dechow übrigens zurückgehalten haben und wollte nicht, dass ihr Heimatort so weit vorne in der Bestenliste auftaucht. Die anderen Jurymitglieder entschieden anders und sorgten somit dafür, dass den Dechowern nun eine Jubelfeier ins Haus steht. Das kündigte Bürgermeister Wachtel schon mal an. Unklar ist noch, wann die Sektkorken in Dechow knallen.

von Michael Schmidt
aus SVZ vom 22.10.03

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